Das Stadtgebiet von Neunkirchen war schon in keltischer Zeit besiedelt wovon Grabstätten in den Stadtteilen Mühlfeld und Steinfeld Zeugnis ablegen .
Nach dem Einmarsch der Römer errichteten sie anstelle der Keltenburg ein steinernes Kastellum sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude rund um den Holz- und Hauptplatz – hiervon zeugen Funde von römischen Grabsteinen und Münzen ( vgl. Arbeitsgemeinschaft 900 Jahre Neunkirchen , S. 50 ) .
Im Jahre 872 soll nach Schweickhadt , Ritter von Sickingen , die heutige Pfarrkirche erbaut worden sein , hierfür gibt es aber weder Beweise durch Inschriften noch durch schriftliche Quellen , 1036 wurde die Siedlung durch König Konrad II. zum Markt erhoben , 1136 wurde das Münzrecht verliehen und 1139 von Papst Innozenz II. bestätigt .
Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1094 zurück wo Neunkirchen als „ Niuwenchirgun “ , als „ Neue Kirche “ , bezeichnet wird ( vgl. BOUS ( 1933 ) , S. 3 ff ) .
Mit der planmäßigen Gründung des heutigen Wiener Neustadt als Neustadt ( Civitas Nova ) im Jahr 1194 verlor Neunkirchen an Bedeutung , blieb aber landesfürstlicher Markt mit eingeschränkter Gerichtsbarkeit .
Durch Handelsprivilegien und Mautbefreiungen gewann die Stadt im Spätmittelalter wieder an Bedeutung und erhielt von Kaiser Friedrich III. ein Wappen .
Die Pfarrkirche wurde 1630 / 31 durch Stiftung eines Minoritenklosters zugleich Klosterkirche , es wechselten häufig die Besitzer der Herrschaft und so landete Neunkirchen 1763 im Besitz der Erzdiözese Wien in welchem sie bis 1848 verblieb .
( https://www.gedaechtnisdeslandes.at/orte/action/show/controller/Ort/ort/neunkirchen.html , 03.12.2017 ) Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Grundstein für die Entwicklung Neunkirchens zu einer Industriestadt gelegt .
So wurde 1802 eine Blaudruckfabrik gegründet , gefolgt von einer Kattun- und Nadelfabrik , zwei Gespinstfabriken und der damals einzigen Holzschraubenfabrik der Monarchie .
Die Erhebung zur Stadt erfolgte am 17. August 1920 .
( https://www.gedaechtnisdeslandes.at/orte/action/show/controller/Ort/ort/neunkirchen.html , 03.12.2017 )
Mit Stand 31.10.2016 besitzt ( die Stadt ) Neunkirchen 12.817 Einwohner ( Quelle :
Statistik Austria , http://www.statistik.at/blickgem/fa1/g31818.pdf , 03.12.2017 ) , die Stadt beherbergt das Landesklinikum Thermenregion Neunkirchen , das Bezirkspolizeikommando samt Polizeiinspektion und einen Gemeindewachkörper , verfügt über drei freiwillige Feuerwehren und ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft .
Weiters sind auch Behörden und öffentliche Einrichtungen wie ein Bezirksgericht , die Gebietskrankenkasse , die Arbeiter- und Bezirksbauernkammer und die örtliche Stelle der Wirtschaftskammer ansässig .
In der Stadt gibt es sieben Landeskindergärten sowie einen privaten Kindergarten der katholischen Pfarre , drei Volksschulen , Musik- und Medienmittel- bzw. Hauptschulen , Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium , Bundeshandelsschule und -akademie , eine Gesundheits- und Krankenpflegeschule , ein sonderpädagogisches Zentrum sowie eine Landesberufsschule .
Weitere Bildungseinrichtungen sind eine Musikschule , das Wirtschaftsförderungsinstitut ( WIFI ) , die Volkshochschule Neunkirchen und ein Kulturzentrum mit Galerie und Stadtbücherei .
An der schon immer wichtigen Handelsroute von Wien über den Semmering via Graz nach Triest gelegen wurde die Stadt von je her von Handel und Verkehr geprägt ( siehe Abb. 1 ) .
Neunkirchen liegt an der für Österreich wichtigen Autobahn A2 ( Südautobahn ) , welche von Wien ( 65 km ) über Graz ( 135 km ) nach Klagenfurt und weiter nach Italien führt .
Weiters liegt unmittelbar südöstlich der Stadt der Autobahnknoten Seebenstein an dem die Semmering Schnellstraße S6 von Südwesten kommend in die Südautobahn A2 mündet und eine hochrangige Verbindung in die Obersteiermark darstellt .
Die ( teilweise vierspurig ) ausgebaute Bundesstraße B17 komplettiert die gute Anbindung Neunkirchens an das österreichische Straßennetz und das weitere Industrieviertel im Südosten Niederösterreichs .
Auch an das hochrangige Schienennetz ist Neunkirchen angebunden .
So liegt die Stadt an der Südbahn ( Eröffnung des Bahnhofes am 24. Oktober 1841 ) und somit an einer der Hauptachsen im österreichischen Bahnverkehr .
Der Hauptbahnhof Wien ist in 60 – 75 Minuten zu erreichen , der Hauptbahnhof Graz in 2,5 Stunden .
Die Bezirkshauptstadt Neunkirchen liegt nur 17 Kilometer von der Statutarstadt Wiener Neustadt entfernt .
Daraus ergibt sich eine Konkurrenzsituation , welche schon von Bobek und Fesl 1973 ( Das System der zentralen Orte Österreichs – eine empirische Untersuchung ( 1978 ) , Graz ) festgestellt wurde .
Um die Kundenreichweite sowie Konkurrenzsituation im Bereich des Handels und von Dienstleistungen im Jahr 2017 zu erfassen wurde durch die Stadt Neunkirchen eine Kundenbefragung angeregt ( Ausschreibung via Webplattform www.diplomarbeitsboerse.info ) .
Weiters soll die Zufriedenheit der Besucher erhoben als auch ein eventuell fehlendes Angebot in der der Versorgung identifiziert werden .
Aufgrund der gegebenen Situation in Neunkirchen und in Absprachen mit der Stadtverwaltung wurden vier Untersuchungsgebiete definiert , in welchen eine repräsentative , standardisierte Kundenbefragung durchgeführt werden soll .
Diese Untersuchungsgebiete sind die „ Innenstadt “ mit den Geschäften am und um den Hauptplatz , das Einkaufszentrum „ Panoramapark “ , das Einkaufszentrum „ Am Spitz “ sowie unter „ Sonstige “ die Geschäfte entlang der Bundesstraße 17 und das „ Aucenter “ ( siehe Abb. 2 ) .
Um mögliche Unterschiede in der Wahrnehmung der einzelnen Standorte in unterschiedlichen Altersgruppen bzw. Geschlechtern zu untersuchen wurde die Befragung als Quotenauswahl anhand von demographischen Merkmalen angelegt .
