Eine Ledermaske, die den Mund bedeckt. Eine Kanonenkugel, eingenäht in eine Soldatenuniform. Und ein Gerät, das abrupte elektrische Pulse ansendet. All dies wurde als Mittel betrachtet, um ein jahrtausendealtes Problem zu lösen: Schnarchen. Scharchen mag harmlos erscheinen, aber es kann ein Zeichen für etwas weitaus Übleres sein. Also, was genau verursacht Schnarchen? Und wann wird es zum ernsthaften Problem? 
Schnarcher reichen von sanften Maunzen 
bis hin zu einer stotternden Motorsäge -- aber alle Schnarcher kommen aus den Atemwegen, die mit Weichgewebe ausgekleidet sind. Im Schlaf lockern sich die Muskeln rund um das Gewebe, was die Atemwege verengt. Viele Faktoren, wie Verstopfung, anatomische Merkmale und Schlafpositionen können Atemwege noch verschmälern und zu verstärktem Schnarchen führen. Je enger die Atemwege, desto stärker der Atemstrom und desto eher vibriert lockeres Gewebe, wodurch Laute erzeugt werden. 
Viele von uns schnarchen irgendwann mal. Aber lautes, chronischen Schnarchen ist ein Anzeichen für eine Schlafstörung, bekannt als obstruktive Schlafapnoe. Es betrifft ein Viertel aller Erwachsenen aber man schätzt, dass 80 %,  sich nicht bewusst sind, dass sie darunter leiden. Das ist besonders gefährlich, es kann zu Herz-Kreislauf- Problemen führen. 
Obstruktive Schlafapnoe wird in der Regel 
durch Blockierung der Atemwege verursacht und zeigt sich durch Atempausen im Schlaf. Es gibt eine weitere Art von Schlafapnoe, namens zentrale Schlafapnoe, die auftritt, wenn das Gehirn zeitweise darin versagt, die Atmung zu regulieren. Diese Krankheit ist nicht so häufig und Schnarchen ist meist ein selten auftretendes Symptom -- obwohl man beides haben kann. 
Bei obstruktiver Schlafapnoe kann es sein, dass man 10 Sek. vor dem Aufwachen zu atmen aufhört, ohne es zu Bemerken, um durchzuatmen. Dabei kann es sein, dass man schnaubende oder würgende Laute erzeugt. Das kann fünf mal, oder in schweren Fällen mehr als 30 mal pro Stunde passieren. Und es ist ein Problem, da das Gewebe weniger Sauerstoff erhält. Durch Phasen mit wenig Sauerstoffaufnahme setzt dein Körper Stresshormone frei. Und die Blutgefäße verengen sich, um den Organen sauerstoffreiches Blut zuzuführen. Das erhöht den Blutdruck und übt noch mehr Druck auf dein Herz aus. Obstruktive Schlafapnoe kann daher mit Bluthochdruck und anderen kardiovaskulären Problemen verbunden sein. Diese Atemnot und mangelhafter Schlaf kann zu Kopfschmerzen, Unkonzentriertheit und chronischer Müdigkeit führen. 
Also, was führt bei jemandem zu einem erhöhten Risiko 
von obstruktiver Schlafapnoe? Merkmale wie große Zungen, dicke Hälse und kleine Kiefer können eher dafür anfällig machen. Ältere sind eher dem Risiko ausgesetzt, da Gewebe sich mit dem Alter lockert und die Atemwege weiter verengt. Alkoholkonsum vor dem Schlafen kann eine starke Entspannung unserer Hals- und Kiefermuskeln auslösen. Ein Hauptfaktor für obstruktive Schlafapnoe ist Gewichtszunahme, da mehr Gewebe um den Hals Atemwege verengen kann. 
Viele Forscher sehen Gewichtsverlust 
als eine Lösung für obstruktive Schlafapnoe. Verhaltensänderungen, wie verringerter Alkoholkonsum vor dem Schlafen gehen, Hochlagerung des Kopfes und Vermeidung von Schlafen in Rückenlage können auch helfen. Für Menschen mit milderem Krankheitsbild, haben sich Mund- und Halsübungen in einigen Studien als wirksam erwiesen, um obstruktive Schlafapnoe zu mindern. Aber diese Vorgehensweisen und Geräte wie Mundvorrichtungen reichen nicht immer. Schlafapnoe kann zuverlässig mit CPAP-Geräten behandelt werden, die Atemwege offen halten, indem sie einen stetigen Strom an Druckluft liefern. Ärzte versuchen meist Schlafapnoe, mit diesen nicht-invasiven Methoden zu heilen, aber nehmen OPs in Betracht, falls sie nicht wirken sollten. 
Schnarcher können albern sein. Aber intensives Schnarchen sollte ein Arzt untersuchen. Schließlich muss jeder mal durchschnaufen -- und durchschlafen ... 
