Es war Weihnachten in Camelot  und König Arthur gab ein Fest. Der gesamte Hofstaat war eingeladen— außer der bösen Zauberin Morgan le Fay— und Essen und Getränke flossen in Strömen. Aber inmitten der Feierlichkeiten, öffneten sich die Schlosstüren. Ein turmhocher Ritter,  auf smaragdgrünen Ross reitend, stürmte ins Zimmer, und ließ den Hofstaat verstummen. Dann, mit tiefer grölender Stimme, schlug er ein Spiel vor. 
Der Grüne Ritter erklärte, er würde dem mutigsten anwesenden Krieger erlauben, ihn mit seiner eigenen Axt anzugreifen. Wenn sie ihn zu Fall bringen könnten, würden sie seine mächtige Waffe gewinnen. Dem Ritter wäre es jedoch erlaubt, diesen Schlag in einem Jahr und einem Tag zu erwidern. 
Arthur und seine Ritter waren verblüfft. Niemand könnte  einen solchen Schlag überleben. Der Grüne Ritter begann über das Zögern ihres Anführers zu spotten, und Arthur stand auf,  um seine Ehre zu verteidigen. Doch kaum hatte er die Axt ergriffen, sprang ein anderer auf, um seinen Platz einzunehmen. Arthurs Neffe, Sir Gawain, nahm stattdessen die Waffe. Und mit einem schnellen Schlag  enthauptete er den grinsenden Ritter. 
Aber in dem Moment,  als sein Schädel den Boden berührte, 
begann er zu lachen. Der Grüne Ritter sammelte seinen Kopf und bestieg sein Pferd. Als er davon ritt,  erinnerte sein abgetrennter Kopf Gawain an ihren Vertrag und sagte ihm, er solle die Grüne Kapelle in einem Jahr aufsuchen. 
In den folgenden Monaten versuchte Gawain, diese bizarre Vision zu vergessen. Aber trotz der Seltsamkeit des Spiels des Ritters, war er entschlossen, ehrenhaft zu handeln. Als der nächste Winter nahte, machte er sich auf den Weg— ertrug schlechtes Wetter und bestialische Begegnungen auf seiner Suche nach der geheimnisvolle Grüne Kapelle. Schließlich sah er an Heiligabend ein schimmerndes Schloss am Horizont. Der Schlossherr und die Schlossherrin  waren erfreut, einem so ehrenwerten Gast zu helfen, und sagten ihm, dass die Grüne Kapelle nur eine kurzen Ritt entfernt war Sie beschworen Gawain, in ihrem Haus zu bleibe bis zu seinem Treffen  mit dem Grünen Ritter. 
Erfreut über diese Nachricht, nahm Gawain ihr Angebot an. Doch im Austausch für ihre Gastfreundschaft, stellte der Herr eine seltsame Bitte. In den nächsten drei Tagen  würde er auf die Jagd gehen und jeden Abend seine Beute teilen. Im Gegenzug müsste Gawain ihm alles geben, was er während eines Tages auf der Burg gewann. Zunächst war Gawain verwirrt von diesen seltsamen Bedingungen. Aber die Absicht des Herrn  wurde am nächsten Tag ganz klar, als seine Frau versuchte, Gawain zu verführen. Um die Annäherungsversuche der Dame abzuwehren ohne ihre Ehre zu verletzen, erlaubte Gawain einen Kuss — den er dann an ihren Mann weitergab im Tausch gegen ein erlegter Hirsch. Am nächsten Tag erlaubte Gawain zwei Küsse, die er dem Fürsten für ein totes Wildschwein gab. Aber am dritten Tag bot die Dame mehr als nur drei Küsse. Sie überreichte eine magische Schärpe, die Gawain schützen würde vor der Klinge des Grünen Ritters. Gawain nahm sofort an, aber als der Schlossherr abends zurückkehrte, bot der Ritter nur drei Küsse an, ohne sein verzaubertes Geschenk zu erwähnen. 
Am nächsten Morgen ritt Gawain zur Grünen Kapelle hinaus — ein einfacher Erdhügel, wo der Grüne Ritter unheilvoll eine Axt schärfte. Mit dem Schutz der Schärpe, näherte sich Gawain stoisch — entschlossen,  seine Vereinbarung einzuhalten. Er beugte seinen Kopf  für den tödlichen Schlag, und mit einem gewaltigen Schwung, trennte der Grüne Ritter  Gawain den Hals durch — und fügte nichts weiter als eine Fleischwunde zu. 
Erneut war Gawain verwirrt. Warum hatte die Schärpe ihn nicht geschützt? Und warum hatte der Ritter ihn nicht getötet? Der Grüne Ritter brach in Gelächter aus  und gab sich als Burgherr zu erkennen, er hatte mit Morgan Le Fay zusammengearbeitet um die Ehre und Tapferkeit von Artus’ Rittern zu testen. Er war beeindruckt von Gawains Verhalten, und hatte vor, seinen Hals zu schonen — bis Gawain die Schärpe verbarg. 
Erfüllt von Scham, kehrte Gawain nach Camelot zurück. Aber zu seiner Überraschung, sprachen ihn seine Gefährten von der Schuld frei und feierte seine Tapferkeit. Um Verständnis für diese seltsame Reise kämpfend, schien es Gawain, dass vielleicht die ganze Welt ein Spiel spielte — mit Regeln,  die wüster und verwirrender sind als irgendein Mensch verstehen könnte. 
