Blickt man in die Augen verschiedener Tiere, so sieht man einige außergewöhnlich geformte Pupillen. Aber warum? Es zeigt sich, dass die Pupillenform ein starker Hinweis darauf ist, welche Rolle ein Tier in seinem Ökosystem einnimmt. 
Pupillen markieren die Lücke in der Iris, dem Strang pigmentierten Muskels im Auge. Sie sind die Eintrittslöcher, durch die Licht in das Auge gelangt, wo es dann auf die Netzhaut trifft und die lichtempfindlichen Zellen aktiviert, den Prozess des Sehens in Gang setzend. Pupillen sind schwarz, weil das meiste Licht, das eindringt, absorbiert wird. Ihre Größe ändert sich je nach Helligkeit, wie auch bestimmte Arzneimittel oder emotionale und mentale Zustände - aber ihre Grundform variiert stark zwischen den Arten. 
dämmerungsjagende Hauskatzen zum Beispiel  mit vertikal verlängerten Pupillen. In der Dunkelheit erweitern sich diese Strukturen dramatisch, nehmen das vorhandene Licht auf. Wenn es hell ist, werden sie zu Schlitzen. Katzenpupillen sind so flexibel, dass ihre maximale Fläche 135 Mal größer ist, als ihre Minimalfläche - whereas our pupils only shrink and expand 15-fold. Und aufgrund der Art und Weise, wie die Spaltpupille Licht aufnimmt, entstehen scharfe, vertikale Konturen. Wenn das Gehirn der Katze die visuellen Eindrücke von jedem Auge verarbeitet, die kleinen, aber deutlichen Unterschiede zwischen ihnen erlauben der Katze, die genaue Entfernung des Ziels einzuschätzen. Tatsächlich haben auch viele andere Lauerjäger vertikal verlängerte Pupillen - aber hauptsächlich jene, deren Augen sich näher zum Boden befinden. Dies liegt wohl daran, dass diese Pupillen sich beim Wahrnehmen von Objekten bewähren bei den relativ kurzen Entfernungen bei denen diese Tiere üblicherweise jagen. 
Die Welt sieht ganz anders aus von den waagerecht verlängerten Pupillen vieler Weide- und Herdentieren, wie beispielsweise Ziegen. Diese Pupillen, die sich auf beiden Seiten des Kopfes befinden, lassen horizontale Lichtbänder herein, die der Ziege fast 360-Grad-Sicht ermöglichen, und ihr scharfe, horizontale Bilder liefern. Dies hilft den Ziegen, jede Veränderung zum Horizont wahrzunehmen - die vor potenziellen Raubtieren warnen - gleichzeitig in der Lage, vorauszuschauen und Hindernisse zu erkennen, während sie fliehen. Tatsächlich halten Ziegen ihre Pupillen immer auf den Horizont ausgerichtet, die Augäpfel in ihren Höhlen drehend, wenn sie ihre Köpfe auf und ab bewegen. 
Nachtaktive Geckos hingegen haben Pupillen die sich zu Schlitzen zusammenziehen, besetzt mit Nadellöchern bei besseren Lichtverhältnissen. Jedes Nadelloch projiziert ein separates, scharfes Bild auf die Netzhaut des Geckos. Wissenschaftler glauben, der Vergleich der verschiedenen Eingangssignale verhelfe dem Gecko, ohne sich bewegen zu zu müssen, Entfernung einzuschätzen. 
Und während dies bereits überraschen mag, Gottesanbeterinnen sowie andere Insekten und Krustentiere haben “Pseudopupillen”. Diese sind keine Seh-Vorrichtungen; es sind optische Täuschungen die der Betrachter wahrnimmt. Gottesanbeterinnen haben Facettenaugen mit Tausenden lichtempfindlicher Punkte. Wenn einige auf einen gerichtet sind, erscheinen sie schwarz, weil sie die meisten Wellenlängen des einfallenden Lichts absorbieren - aber es gibt keine tatsächliche Öffnung. 
Warum haben Menschen also runde Pupillen? Verlängerte Pupillen fördern die Schärfe mancher Dimensionen des Tier-Sehvermögens. Wissenschaftler vermuten, dass bei Spezies wie uns mit runden Pupillen, dies eine niedrigere Priorität hat. Anstatt einige Elemente einer einer Szene in extremer Schärfe zu sehen, sehen wir ein größeres Bild in relativem Detail, das eine umfassendere Beobachtungsfähigkeit verleiht. Dies kann besonders hilfreich für Sammler auf Nahrungssuche sein, Jägern, die ihre Beute beobachten und jagen, und soziale Kreaturen, die anderer Gesichter erkennen. 
Bei der Betrachtung verschiedener Pupillen tauchen Muster auf. Und doch gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel sind Pallas-Katzen und Mungos beide kleine Hinterhalts-Räuber, hat die Pallas-Katze aber runde Pupillen, so sind es bei Mungos ziegenähnliche. 
Und wir haben nur einige wenige Pupillenformen untersucht. Andere Tiere haben halbmond- oder herzförmige Pupillen. Und der Tintenfisch hat vielleicht einige der bizarrsten: Ihre Pupillen sind im Dunkeln kreisförmig, aber W-förmig im Licht. Was ist hier also los? Nun, wüssten wir das nicht alle gerne? 
