Entlang des Nils, im heutigen Nordsudan, lag die alte Zivilisation von Kusch. 
Obwohl sie einst von einem mächtigen Nachbarn erobert wurde, forderten die Könige und Königinnen von Kusch zwei der dominierenden Imperien in der Geschichte erfolgreich heraus. 
Von 1500 bis 1100 v. Chr. kontrollierte Ägypten Kusch und führte viele kulturelle und  religiöse Praktiken Ägyptens ein. Die Zivilisation von Kusch war damals mehr als tausend Jahre alt. Ihre anfängliche Hauptstadt Kerma hatte beeindruckende Tempel, Paläste und Häuser, mit einer massiven Tempelstruktur aus Lehmziegeln, die tief im Innern eine Kapelle hatte, die man durch eine lange Treppe erreichte. Ergiebige Goldminen halfen den Kuschiten beim Aufbau eines florierenden Handelsnetzwerkes das Waffen und Werkzeuge aus Bronze herstellte und Materialien wie Weihrauch, Tierhäute, Elfenbein und Ebenholz aus Afrika südlich der Sahara handelte. 
Die Lage begann sich für Kusch zu ändern, als Ägypten in einen Bürgerkrieg verfiel. Um 750 v. Chr. wurde Ägypten in Teilreiche mit wechselnden Allianzen gespalten. Der kuschitische König Piankhy sah eine Chance. Er führte seine Marine, flankiert von Reitern und Bogenschützen, den Nil hinauf zur Stadt Khemenu, dem Eingangstor nach Ägypten. Als Piankhys Armee Belagerungsrampen und Wandeltürme baute, schickte der Herrscher der Stadt seine Frauen und Töchter zum Verhandeln, aber nicht mit Piankhy, sondern mit den Frauen seines königlichen Hofstaates, die später als Kandake bekannt waren und im Militär und beim Regeln der politischen Nachfolge äußerst einflussreich waren. Am Ende einer langen Belagerung betrat Piankhy die eroberte Stadt und kritisierte bitterlich die Bedingungen in ihren Stallungen. 
Piankhy und die kuschitischen Streitkräfte eroberten von da aus die ägyptische Hauptstadt Memphis. Piankhy setzte seine Schwester Amunirdis in der ägyptischen Stadt Theben als Priesterin des großen Gottes Amun ein und beließ dort weitere Beamte aus Kusch bevor er wieder in Kusch lebte. Seine Nachfolger bauten die Kontrolle über den ganzen Weg zum Nil-Delta aus. Dies war ein Höhepunkt für das Imperium von Kusch: der Handel gedieh und sie bauten am ganzen Nil entlang prächtige Tempel, Paläste und Pyramidengräber. Aber die assyrische Armee maschierte bei jährlichen Feldzügen in Ägypten auf. Als die Assyrer anfingen die Handelswege in der Nähe Jerusalems zu beeinträchtigen, wurde der kuschitische König Taharqo aktiv, damit sie aufhörten. Die Assyrer besiegten ihn mit Hilfe von einigen rebellischen ägyptischen Fürsten, und und verdrängten ihn im 7. Jahrhundert v. Chr. aus Ägypten. 
Die Kuschiten regierten in ihrer Heimat für fast 1 000 Jahre weiter, das wohlhabend und innovativ war. Sie verlegten ihre Hauptstadt weiter südlich in die Stadt Meroe, wo sie Tempel für einen neuen Gott namens Apedemak bauten. Sie bauten neue Städte in der Savanne südlich der Sahara-Wüste und einige davon kontrollierten  riesige Wasservorräte 
Als das Römische Reich Ägypten im Jahr 31 v. Chr. eroberte, zogen von Königin Amanirenas angeführte kuschitische Heere wieder nach Norden. Sie führte sie im Kampf gegen die Römer zum Erfolg, erbeutete den bronzenen Kopf einer Statue  des römischen Kaisers Augustus und brachte ihn nach Kusch. Sie vergruben ihn unter dem Eingang eines Tempels in der Hauptstadt, damit die Besucher des Gottesdienstes beim Überschreiten darauf traten, 
Nach dem Friedensschluss mit den Römern gedieh Kusch weiter. Im Laufe der Zeit kam es zu Raubzügen durch die Noba aus dem Westen und das aufstrebende Königreich Aksum unterbrach Handelswege. Um 350 n. Chr. brandschatzte der König von Aksum Meroe, was die Herrschaft der Kusch beendete. 
Seitdem haben einige behauptet, dass die Geschichte von Kusch von Generationen europäischer und  amerikanischer Gelehrter übersehen wurde, die die Idee propagierten, dass Ägypten Teil des Ursprungs der westlichen Zivilisation ist, während Kusch als afrikanische Kultur, ausgeschlossen wurde. Heute gibt es noch viel mehr über Kusch zu erfahren, darunter ein Schriftsystem, was nicht vollständig entschlüsselt wurde. 
