Jeden Tag spielten die Zwillingsbrüder Hun und Wuqub zusammen Ball. Eines Tages wurde ihr lebhaftes Spiel von den Fürsten der Unterwelt gestört, die die Brüder zu einem Wettkampf herausforderten. Aber als die Brüder ankamen, wurden sie gefangen genommen und getötet. Huns Kopf wurde als Trophäe an einen Baum gehängt. 
Der Baum trug bald herrliche Früchte, was die Aufmerksamkeit der Tochter eines Fürsten erregte. Als sie nach einer Frucht griff, spuckte Huns Schädel auf ihre Hand und sie wurde schwanger. Auf der Flucht vor dem Zorn ihres Vaters fand sie Schutz bei ihrer Schwiegermutter und gebar Zwillingssöhne: Hunahpú und Ixbalanqué. 
Die Zwillinge entdeckten die Ballspielausrüstung ihres Vaters, die die Großmutter versteckt hatte, und begannen zu spielen. Bald darauf überbrachten Boten aus der Unterwelt eine weitere Herausforderung. 
Die Brüder kannten zwar das Schicksal ihrer Väter, doch sie folgten dem Ruf. Sie wanderten durch tiefe Höhlen und über Flüsse voller Skorpione, Blut und Eiter, bis sie die große Stadt erreichten, von der aus die Fürsten der Unterwelt alle Vorgänge der Natur beherrschten und den Menschen Leid zufügten. Dort suchten die Zwillinge nach ihren Herausforderern. Diese hatten sich zwischen Statuen ihrer selbst versteckt, um die Besucher zu verwirren, doch die Brüder schickten einen Moskito voraus. Als er die Figuren stach, schrien die Fürsten auf und verrieten sich dadurch. 
Sie zwangen die Zwillinge, eine Nacht im Haus der Finsternis zu verbringen. Sie gaben ihnen eine Fackel, aber warnten sie davor, sie anzuzünden, sonst drohe ihnen der Tod. Als die Dunkelheit einsetzte, schmückten die findigen Brüder die Fackel mit roten Ara-Federn und Glühwürmchen. 
Am Morgen sahen die Fürsten entsetzt, 
dass die Fackel leuchtete, doch nicht abgebrannt war. Sie bestanden darauf, beim Spiel ihren eigenen Ball zu benutzen. Die Brüder willigten ein, merkten aber bald, dass im Ball eine Waffe versteckt war, die sie über das Spielfeld jagte, um sie zu töten. 
Die erste Runde überlebten sie, doch war ihnen jetzt bewusst, dass dies kein gewöhnlicher Wettkampf war. Sie spielten viele weitere Runden, doch nie kamen die Zwillinge über ein Unentschieden hinaus, weshalb sie sich jeder übernatürlichen Prüfung der Fürsten stellen mussten, bevor das Spiel weitergehen konnte. Sie überlebten das Haus der Kälte, indem sie ein Feuer machten, und das Haus der Jaguare, indem sie den Bestien Knochen gaben. Doch im Haus der Fledermäuse biss eine davon Hunahpús Kopf ab. 
Nun glaubten sich die Fürsten im Vorteil. Sie ließen eine weitere Runde Ball spielen und hängten Hunahpús Kopf über dem Platz auf. Der gewitzte Ixbalanqué rief die Tiere zu sich. Eine Schildkröte brachte ihm einen Feigenblattkürbis, aus dem er einen Kopf schnitzte. Während die Fürsten dem Ball nachjagten, tauschte er den Kürbis gegen den Kopf aus. Hunahpú hatte nun seinen Kopf wieder und die Brüder spielten noch härter als zuvor. Schließlich gewannen sie, indem sie den Kürbis so trafen, dass er am Boden zerschellte. 
Die Brüder wussten, 
dass ihre tückischen Gegner schlechte Verlierer sein würden. Um sich zu schützen, heuerten sie zwei Seher an. Tatsächlich steckten die Fürsten die Brüder in einem Ofen, doch die Seher kippten ihre Überreste in einen Fluss, was sie wieder zum Leben erweckte. Dann traten die Brüder, als zwei zerzauste Kinder verkleidet, vor die Fürsten. Sie begannen zu tanzen und Wunder zu vollbringen. Beim letzten Trick gab Ixbalanqué vor, Hunahpú zu töten, um ihn dann wieder auferstehen zu lassen. Den Fürsten gefiel das so gut, dass sie verlangten, diesen Trick auch bei sich anzuwenden. Noch immer verkleidet, erfüllten die Brüder diesen Wunsch nur zu gerne und töteten die Fürsten einen nach dem anderen. Als die noch lebenden Fürsten begriffen, wer da vor ihnen stand und dass es keine Auferstehung geben würde, flehten sie um Gnade, doch die Zwillinge verfluchten sie: Fortan wurden den Fürsten keine Opfer mehr dargebracht und sie hatten keine Macht mehr über die Oberwelt. Die Tage ihrer Schreckensherrschaft über die Menschen waren vorbei. 
